Gartenmöbel reinigen: Der Material-Guide

Outdoor-Möbel und die dazugehörigen Polsterauflagen müssen einiges aushalten: Sie haben es nicht nur mit der Witterung zu tun, sondern bekommen auch Staub, Pollen, Sonnencreme und sonstigen Schmutz ab. Daher sollten Sie regelmäßig Ihre Gartenmöbel reinigen und pflegen, um die Qualität und das Aussehen lange zu erhalten. Hier erfahren Sie im Detail, was Sie vor dem Start in die Gartensaison tun sollten – denn das ist je nach Material unterschiedlich!
Egal ob drinnen oder draußen, bei der Pflege sind Holzmöbel gleichzeitig bedürftiger und empfindlicher als andere Möbelmaterialien. Das gilt vor allem für Weichhölzer und Möbel mit unbehandelter, unversiegelter Oberfläche (ohne Lack oder Lasur), während Tropen- und Harthölzer von Natur aus widerstandsfähiger sind. Abhängig von der Art der Verschmutzung sind folgende Maßnahmen ratsam:
  • Leichte Verschmutzungen lassen sich oft mit einer weichen Bürste entfernen. Wichtig: Arbeiten Sie immer in Faserrichtung!
  • Zur gründlicheren Reinigung Holzmöbel einfach mit einer Mischung aus Wasser und Neutralseife feucht abwischen. Verwenden Sie nur weiche Schwämme oder Lappen und maximal den Gartenschlauch – nicht den Hochdruckreiniger. Achten Sie darauf, das Holz nicht zu lange der Feuchtigkeit auszusetzen, damit es nicht quillt.
  • Bei Verwitterung und Grauschleier können Sie die Farbe mit einer speziellen Holzmöbelpflege auffrischen. Öle, Wachse und Lasuren lassen sich mit einem Pinsel oder Tuch auftragen. Ist die Oberfläche dauerhaft verfärbt, können Sie das Holz vorsichtig abschleifen. Danach unbedingt einlassen, um den Schutzfilm wiederherzustellen!
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Metallgartenmöbel sind meist beschichtet, wodurch das Material an sich sehr gut geschützt ist. Vor allem bei einer Pulverbeschichtung ist der Pflegeaufwand sehr gering. Dennoch sollten Sie folgende Pflegeroutine einhalten:
  1. Überprüfen Sie die Oberfläche regelmäßig auf Beschädigungen und Flugrost, um Rostbildung vorzubeugen. Kratzer können Sie mit Pflegelack in Stift- oder Spray-Form neu versiegeln, Flugrost einfach abwischen und ersten Rost abschmirgeln. Korrosionsschutz-Spray ist vor allem für Eisen ein guter Tipp, da diese Metallart besonders anfällig dafür ist.
  2. Schmutz sollten Sie möglichst zeitnah entfernen. Metallene Gartenmöbel reinigen Sie am besten mit einer warmem Seifenwasserlösung sowie weichen Tüchern oder Schwämmen. Abspritzen mit dem Gartenschlauch ist ebenfalls erlaubt. Hilft das nichts, können Sie je nach Metallart und Beschichtung Spezialreiniger für Edelstahl oder Aluminium nutzen. Tipp: Vorher an einer unauffälligen Stelle testen!
  3. Nach dem Gartenmöbel-Reinigen müssen diese vollständig trocknen. Stellen, wo sich leicht Restfeuchte stauen kann, sollten Sie idealerweise mit einem Tuch nachtrocknen. Vorbeugung ist schließlich der beste Rostschutz!
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Bei der Reinigung von Rattanmöbeln aus Kunststoffgeflecht darf nicht zu viel mechanischer Druck ausgeübt werden. Ansonsten kommt es zu Beschädigungen und Kratzern, die zu Materialbruch führen können. Benutzen Sie daher nur mildes Reinigungsmittel bzw. Seifen- oder Spüllauge und weiche Tücher. Außerdem gibt es spezielle Geflechtreiniger, um synthetische Rattanmöbel zu pflegen. Der Gartenschlauch zum Abspülen und sanftes Abbürsten oder Absaugen auf niedriger Stufe sind ebenfalls erlaubt.
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Auflagen machen Loungemöbel, Sonneninseln und Co. erst so richtig gemütlich, doch durch den direkten Hautkontakt bekommen sie auch schneller Flecken. Daher sollten Sie öfter mal die textilen Elemente und Gartenpolster reinigen. Am besten werden „lose“ Teile ohnehin nur zur Benutzung hervorgeholt, um sie möglichst zu schonen. Da bei Outdoortextilien sehr unterschiedliche Materialien und Beschichtungen vorkommen können, sollten Sie unbedingt die jeweiligen Pflegehinweise befolgen. Am schonendsten ist in jedem Fall Handwäsche mit warmem Wasser und Seife. Manche Abzieh-Bezüge sind übrigens sogar waschmaschinengeeignet.
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Nicht nur vor dem Saisonstart im Frühling, sondern auch zwischendurch sollten Sie Ihre Gartenmöbel reinigen und pflegen – je nach Bedarf, Verschmutzungsgrad und Material. Gerade Holz darf gerne öfter „verwöhnt“ werden. Auch nach starkem Regen, Sturm oder anderem Extremwetter sollte eine Überprüfung und ggf. „Aufmöbelung“ anstehen. Besonders wichtig ist die Reinigung, bevor die Garten- und Balkonmöbel ins Winterquartier umziehen. So kann sich Schmutz über die Monate nicht festsetzen und es entstehen keine langfristigen Schäden. Man kann also zusammenfassen: Mindestens eine bis zwei Grundreinigungen im Jahr sollten drin sein, dazwischen genügt meist schnelles Abwischen mit einem trockenen Tuch.